An Freunde des Modellbaus

An Menschen, die sich für Gesellschaft und Geschichte, sowie für die Landschaften im Südwesten Deutschlands interessieren.

 

Wie wahrscheinlich überall in diesem Land verschwinden ständig vertraute und gewohnte Zeugen früherer Zeit aus unseren Dörfern und Städten, oder  man findet sie bis zur Unkenntlichkeit verändert wieder – so auch Häuser im Südwesten Deutschlands .

 

Angefangen haben wir damit Häuser auf der Schwäbischen Alb zu erkunden und von ihnen Modellbaubögen zu konstruieren. Es waren  gewöhnliche, ländliche Bauten dieses Mittelgebirges. Bauernhäuser und Häuser der Handwerker haben wir gefunden, solche die eben noch ins Museum gerettet wurden sowie gepflegte Häuser und Häuschen in den Ortschaften, in denen unerwartet  weit zurückreichende Traditionen heute noch gelebt werden, außerdem  geschützte Denkmale mit zeitgemäßer Nutzung .

Gesucht haben wir Häuser, die mit den gewachsenen, einfachen Gestaltungsmitteln einer allgemeinen, handwerklich geprägten Bautradition erbaut wurden und  diese weitgehend erhalten konnten.

 

Bemerkenswerte Bauten der württembergischen Geschichte kamen in den Fokus. Ein Kleinod unter den Schlössern und Gärten des Landes hat uns spontan berührt: Die Grabkapelle auf dem Württemberg. Dies wohl wegen zweier Personen am königlichen Hofe, die mit der Grabkapelle verbunden sind: Katharina - die Königin und Giovanni Salucci - der Hofbaumeister

 

 

Auf den folgenden Seiten finden Sie die von mir angebotenen Ausschneidebögen mit einer kurzen Beschreibung und einem Foto.

Mappe mit 12 Blättern - Schwierigkeitsgrad:mittel - doh 7

König Wilhelm I. hatte im Jahr 2016 eine russische Großfürstin, Katharina Pawlowa, geheiratet. Katharina stirbt nach nur Drei Jahren. Der König läßt die mittelalterliche Stammburg  der Württemberger auf dem Rothenburg bei Stuttgart abreißen und dort oben durch seinen florentinischen Hofbaumeister Giovanni Salucci  eine Grabkapelle bauen. Es ist ein  für die Zeit ungewöhnliches und beachtetes Bauwerk.

 

Mappe mit  4 Kartonmodellen – Schwäbische Alb/mittlere  Alb/doh 1-4

- Bauernhaus in Beuren

- Backhaus in Hepsisau

- Schafstall bei Schopfloch

- Kelter in Metzingen

 

 

Bauernhaus der mittleren Alb/doh 1

Freilichtmuseum Beuren

 

Das eingeschossige Wohn-Stallhaus mit Scheune wurde im 16.Jahrhundert erbaut. Die Scheune ist der älteste Teil, ihr Bauholz wurde auf das Jahr 1528 datiert. Der Wohn-Stall-Teil wurde direkt daneben gebaut. Das dazu verwendete Eichenholz hatte man im Jahr 1558 geschlagen. Dokumente über den Bau und die ersten Bewohner liegen nicht vor.

 

 

 

Kelter im Ermstal – Kracher Alb/doh 4

Die Ochsenkelter gehört zu einem Ensemble von sieben Kelter-bauten in Metzingen; sie war im Dreißigjährigen Krieg abge-brannt und wurde im Jahr 1700 wieder neu aufgebaut. Die Ochsenkelter  ist als große offene Halle erhalten, überdeckt von einem großen Walmdach, unter dem früher zwei mächtige hölzerne Weinpressen standen. Eine solche Weinpresse ist noch im Weinbaumuseum der Stadt zu besichtigen.

Dreiseitgehöft – Ulmer Alb/doh 5

 

Auf der Ulmer Alb findet man große Höfe, da Höfe und Land dort immer als Ganzes weitervererbt wurden (geschlossene Vererbung). Dreiseitgehöfte sind ein häufig vorkommender Bautyp. Haupthaus mit Wohnung und  Ställen, Scheune und Schopf mit Kleintierstall umschließen einen zur Straße hin offenen Hof.

 

 

 

 

 

Taglöhnerhaus – Alb-Donau-Kreis/doh 6

Freilichtmuseum Beuren

 

Das Häuschen wurde 1734 erbaut; es hat eine Wohnfläche von nur 37 qm. In der 20qm großen Stube schliefen auch  die Eltern hinter einem abgetrennten Alkoven, die Kinder schliefen  unter dem Dach auf der  kalten Bühne. Das Haus ist teilunterkellert; der flachgedeckte Halbkeller diente als Stall für Kleintiere. Der tonnengewölbte Kellerraum war Lager für Feld- und Gartenfrüchte.